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Peer Support  

Begleitdienst (Fahrten und Freizeit) zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a und § 45b Absatz 1 Satz 6 Nummer 4 des Elften Buches Sozialgesetzbuch 

Konzept 


Träger 
Yael Elya Institut, Karin Roth 

1. Bezeichnung des Angebots

Peer Support - Besuchs- und Begleitdienst

2. Angebotstyp

Peer Support als (Entlastungs)Angebot zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a und § 45b Absatz 1 Satz 6 Nummer 4 des Elften Buches Sozialgesetzbuch trägt dazu bei, daß pflegebedürftige Menschen, die als psychisch krank und/oder lernbeeinträchtigt diagnostiziert wurden, in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können, soziale Kontakte pflegen und aufrecht erhalten und ihren Alltag weiterhin möglichst selbständig - aber vor allem selbstbestimmt  - gestalten können. Das Angebot soll zudem Angehörige entlasten.

3. Zielgruppe

  • Menschen mit chronischer Psychiatrie-Erfahrung (auch Menschen, die im Heim leben und auf den langfristigen Auszug aus dem Heim vorbereitet werden); 
  • Menschen, die (sexuelle) Gewalt und Deprivation erfahren haben; 
  • Menschen, die in chronischer Beziehung zum Psychiatriesystem stehen (sog. Drehtürpatienten);
  • Menschen, die aufgrund von Traumatisierungen eine dissoziative Persönlichkeitsstruktur entwickelt haben; 

  • Psychiatrieerfahrene Menschen mit Lernbeeinträchtigungen;

4. Formen der Hilfe 

Stundenweise Begleitung häuslichen und außerhäuslichen Lebens- und Alltagssituationen, Fahrtenbegleitung, Freizeitbegleitung

5. Ziele 

Ziel von Peer Support ist es, der Kundschaft ein selbstbestimmtes Leben ohne strukturelle Barrieren zu ermöglichen, indem z.B. Aktivitäten oder Wege zu Aktivitäten begleitet werden, die ohne die Unterstützung nicht realisierbar wären. Die Leistungsanbieter arbeiten im Sinne von Empowerment und Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Hilfen zielen darauf ab, 

  • nicht-pathologisierende Erfahrungen und Teilhabe zu ermöglichen (durch die Haltung), 
  • Behinderungen (strukturelle Barrieren) im Alltag aufzuheben, 
  • Beeinträchtigungen zu kompensieren
  • die vorhandenen Ressourcen nutzbar zu machen,
  • Chronifizierung aufzubrechen.

Durch die enge Verzahnung mit den angegliederten Hilfesystemen wie z.B. Eingliederungshilfe, Tagesstätte, Werkstatt, Ärzten, Pflegediensten, Heimen u.a. soll langfristig im Leben der Kunden und Kundinnen eine Begleitung im Sinne von Selbstbestimmt Leben etabliert werden. 

6. Konzeptioneller Hintergrund von Peer Support und Begründung der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit des Projekts

  • Konzeptionell basiert Peer Support einerseits 
  • auf theoretischen Ansätzen von Systemtheorie und Sozialem Konstruktionismus 
  • und andererseits auf Inhalten aus der betroffenen-definierten Recovery-Bewegung
  • und Ansätzen der Selbsthilfebewegung Psychiatrie-Erfahrener 
  • und der Selbsthilfebewegung People First. 

Die Begleitung wird vor allem durch Peers geleistet und geschieht aus einer Haltung, die geprägt ist von entpathologisierendem Denken und Empowerment.

Gerade innerhalb der Gruppe der Menschen, die PatientInnen der Psychiatrie geworden sind, chronifizieren sich Schwierigkeiten häufig dermaßen, daß der Schritt ins selbstbestimmte Leben oftmals über Jahre nicht gelingt. Die Folgen für den Selbstwert sind fatal. Viele Menschen, die im Heim oder im sog. Betreuten Wohnen leben, haben keine Antwort (mehr) auf die Frage „Was wünschen Sie sich für Ihr Leben?“. Lebenspläne wurden entweder unterbrochen oder gar nicht erst entwickelt. Angehörige fühlen sich meist hilflos mit Symptomatiken konfrontiert, die überfordern. Der stundenweise unterstützende Einsatz von Peers soll langfristig die Aktivierung des Selbsthilfepotentials der Klientel und die Erschließung brachliegender psychischer, sozialer und kreativer Ressourcen unterstützen. 

Die Hilfen von Peer Support, kombiniert mit weiteren Hilfeangeboten wie z.B. Eingliederungshilfeleistungen, (Psycho)Therapie, tagesgestaltenden Maßnahmen, können zur Vorantreibung von Entpsychiatrisierungsprozessen beitragen und die Klientel ermutigen und motivieren, sich Hilfen zu organisieren, die dazu befähigen, mit psychosozialen Krisen und erlebter Gewalt, erlebtem Verlust, erlebten Traumata aktiv und relational umzugehen und das Leben (wieder) in die eigene Hand zu nehmen.

Eine konsequente Zuwendung und Begleitung des gesamten Hilfesystems im Sinne von Empowerment und Stärkung der Eigenbewegung, wirkt Chronifizierungsprozessen entgegen. 

Peer Support versteht sich als ein Baustein innerhalb eines größeren, interdisziplinären Hilfesystems, das sich Entchronifizierung sowie Förderung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung zum Ziel gesetzt hat. 

7. Struktur und Umfang der Leistungen, Leistungselemente, Methoden, MitarbeiterInnen 

Peer Support ist ein Angebot zur Alltagsbegleitung, in dem Peers, unter fachlicher Anleitung, die Begleitung übernehmen und ggf.  Angehörige entlasten und beratend unterstützen. Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung ist die Grundlage der Unterstützung. 

Die Hilfe von Peer Support umfaßt folgende Bereiche:

Alltagsbegleitung, Freizeig- und Fahrtenbegleitung, Begleitung zu Behörden und Ärzten.

MitarbeiterInnen

Als HelferInnen werden vor allem Peers eingesetzt, d.h. Menschen, die früher selbst psychiatrisch diagnostiziert wurden und die für sich Wege aus den Krisen gefunden haben u/od. chronische Beziehungen zur Psychiatrie vermeiden konnten. 

Peers können für die Klientel als Hoffnung gebendes Modell wirken. Ihre Erfahrungen können zudem wertvolle Anregungen im Umgang mit Belastungen und Belastendem bieten. Auch Peers ohne entsprechenden fachlichen Abschluß einer Ausbildung im pflegerischen und/oder sozialen Bereich werden eingesetzt, denn entscheidend sind Qualitäten wie soziale Kompetenz, Begegnung auf gleicher Augenhöhe, Respekt, Achtung der Würde, entpathologisierendes Denken und Handeln. 

Peer Support setzt nur HelferInnen ein, die mehrjährige Erfahrung in der Begleitung Betroffener im Sinne von Empowerment haben, die zudem entsprechend geschult sind und dadurch den von Peer Support verfolgten Zielen gerecht werden. 

Die Akquise und Weiterbildung von geeigneten Peers und die fachliche Betreuung des Hilfeangebots werden durch das Yael Elya Institut/Karin Roth sichergestellt. 

Die Peers sind verantwortlich für die Erbringung geeigneter Hilfen im Rahmen dieses Angebotstyps, in Abstimmung mit der Klientel und unter fachlicher Begleitung der Leitung Karin Roth.  

Leistungselemente und Methoden im direkten Bereich 

Die direkten Unterstützungsleistungen bestehen aus der Begleitung.

Leistungselemente und Methoden im indirekten Bereich 

Leistungen im indirekten Bereich umfassen: Planung der Hilfen, Dokumentation, Teambesprechungen, Anleitung und Einarbeitung des Personals, Vernetzung und Koordinierung der Hilfen (Zusammenarbeit mit Angehörigen, gesetzlichen BetreuerInnen und anderen Leistungserbringenden, z.B. MitarbeiterInnen von Heimen und sog. ambulant betreutem Wohnen), Fortbildung der Peers, Leitungs- und Verwaltungsaufgaben, Akquise von geeigneten Peers und KlientInnen, Qualitätsentwicklung und -sicherung (Fortbildung, Supervision, Konsultation, Teambesprechungen).

Dauer, Regelmäßigkeit des Unterstützungsangebots 

Wöchentlich direkter Kontakt von Peer zu Klientel bzw. gestaffelt bei Urlaubsbegleitung. 

Nach Bedarf Supervision/Teamsitzung ggf. Konsultation, mind. einmal im Monat.

Wöchentlich: telefonischer oder Face-to-Face-Austausch der Leitung Karin Roth mit der Klientel zwecks Qualitätssicherung; ggf. Weitergabe der Gesprächsergebnisse an die Peers und Besprechung des weiteren/veränderten Vorgehens.

Einmal im Quartal zweistündige Fortbildung der Peers, in Anwesenheit der Kunden und Kundinnen, wenn diese daran interessiert sind.

Qualifizierungs-, Fortbildungs- und Praxisbegleitungsmaßnahmen durch die Leitung (Fachkraft Karin Roth)

Wöchentlich Teamgespräch.

Einmal im Quartal zweistündiges Fachseminar für Leistungserbringende und Kunden und Kundinnen, bei dem alle Beteiligten Themen einbringen können, u.a.: 

  • Sinn von Auffälligkeiten in Denken, Fühlen, Handeln, 
  • positive Konnotation von sog. Symptomen,
  • Möglichkeiten der relationalen Rehistorisierung von sog. Symptomen statt Pathologisierung des Einzelnen,
  • Lebenssinn
  • Lebenswelten
  • Sensibilisierung für zentrale Themen wie z.B. Erfahrung von Einsamkeit, Karrierebrüchen, Hoffnungslosigkeit, Diskriminierung, ggf. erlernter Hilflosigkeit; Mögliche Folgen für das Selbstkonzept.
  • Kommunikation und Gesprächsführung / Methodologie dialogischer Arbeitsformen
  • Haltung: Was heißt Empowerment?
  • Krisenprävention.

Vertretungsregelung

Im Fall von Krankheit und Urlaub übernehmen die Leistungserbringenden gegenseitig keine Vertretung, wenn sie die anderen Kunden und Kundinnen nicht kennen. Die Vertretung übernimmt in diesem Fall die Fachkraft, Karin Roth.

Struktureller Rahmen

Peer Support unterhält Büroräume im Alten Mühlenweg 14, 44139 Dortmund, die von den Peers und der Klientel für Teamsitzungen, Supervision, Konsultation und Fortbildungen genutzt werden können. Peer Support ist über Telefon, Anrufbeantworter oder E-Mail erreichbar. 

8. Qualitätssicherungsmaßnahmen

Strukturqualität 

Das Yael Elya Institut stellt entsprechend den Leistungserfordernissen Peers sowie räumliche und sächliche Ausstattung zur Verfügung (für Teamsitzungen, Fortbildungen, Supervision und Konsultation). Die Begleitung der Kunden und Kundinnen wird von Peers wahrgenommen. Die Leitung, Supervision und Fortbildung übernimmt die Fachkraft Karin Roth, Diplom Rehabilitationswissenschaftlerin und Systemische Therapeutin/SG, Lehrbeauftragte an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf. Eine ständige Erreichbarkeit der Leitung ist nicht erforderlich. Die Einsatzzeiten der Peers sind flexibel. 

Peer Support verfügt über eine Konzeption und eine Leistungsbeschreibung, Peer Support/Karin Roth ist seit 2012 als Niedrigschwelliges Betreuungsangebot unbefristet anerkannt.

Die Peers sind in der Lage, die Klientel zu begleiten und haben sich in diesem Bereich weitergebildet. 

Eine allein formale, fachliche Qualifikation ist keine ausreichende Voraussetzung für die Arbeit als Begleitpersonen, sondern vor allem eine Haltung im Geiste von Empowerment und entpathologisierendem Denken, Zurückhaltung, die Fähigkeit zu aktivem Zuhören, Wertschätzung und unbedingter Verzicht auf „Erziehungsmaßnahmen“.

Relevante Punkte, deren Einhaltung in der Mitverantwortung der qualitätssichernden Person (Karin Roth) stehen: 

Sicherung der inhaltlichen Ausrichtung der Arbeit der HelferInnen  entsprechend der Prinzipien von Recovery und Empowerment (Ablehnung pathologisierender Sprache; interne Fortbildung in den Fachseminaren).

Sicherung der Termineinhaltung.

Sicherung der Erstellung von Notfallplänen und Vereinbarungen für den Umgang mit den KlientInnen im Fall akuter Krisensituationen (ausgelöst z.B. durch Trigger). 

Sicherung der Kooperation mit Angehörigen (wenn gewünscht) und weiteren Akteuren des Hilfesystems (wenn gewünscht).

Sicherstellung regelmäßiger Einhaltung von Konsultation und Weiterbildung.

Regelmäßige Weiterbildung der Leitung durch Mitarbeit in Fachgremien der Sozialpsychiatrie, Rehabilitationswissenschaft und Behindertenhilfe sowie durch die  Tätigkeit als Hochschuldozentin. 

Prozeßqualität

Die Prozeßqualität, d.h. die konkrete Unterstützungspraxis bezogen auf den stattfindenden Prozeß der Zusammenarbeit, wird bei Peer Support regelmäßig in den wöchentlichen Konsultationen bewertet, hinterfragt und ggf. verbessert.

Die Supervisions- und Konsultationsgespräche dienen dazu, die Erfolge und ggf. Misserfolge in der Zusammenarbeit transparent zu machen, Verständnis für Veränderungen und ihnen zugrundeliegende Prozesse zu erlangen, die Wirksamkeit der Hilfen zu reflektieren, Schritte zur Optimierung der Zusammenarbeit sowieSchritte zur Optimierung der Arbeitsweise der Helferinnen zu vereinbaren und zu initiieren. 

Vor Beginn der Leistungserbringung wird mit der Klientel ein dynamischer Hilfeplan besprochen (was soll inhaltlich geschehen und wie genau soll die Hilfe aussehen). Die vereinbarten Leistungen von Peer Support werden durch die Leistungserbringenden umgesetzt und Zwischenfälle werden nach jeder Sitzung dokumentiert. Je nach Verlauf der Zusammenarbeit  wird das WIE der Hilfe abgeändert, bis die Koordination der Beteiligten zur Zufriedenheit der Kunden und Kundinnen (und der Peers) verläuft. 

Die Peers arbeiten im Sinne einer personenzentrierten Hilfe im Interesse des behinderten Menschen. Ziele, Inhalt und Umfang der Hilfen sowie die Pflichten der Beteiligten werden  in einem gemeinsamen Vertrag zwischen dem behinderten Menschen, den Peers und der Leitung von Peer Support schriftlich vereinbart, wenn die Probezeit erfolgreich abgeschlossen wurde (Minijob-Vertrag). Den formalen Part (Anmeldung bei der Minijobzentrale, Lohnabrechnung, Dialoge mit der Berufsgenossenschaft und Abgaben dort etc.) übernimmt komplett stellvertretend der Steuerberater der Leitung. 

Die bei der Durchführung der Leistung gewonnenen Erfahrungen sowie die Entwicklung des gesamten Hilfesystems des Kunden und Kundinnen sind Grundlage für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung dynamischer Hilfen, die immer gemeinsam mit der Klientel vereinbart werden. 

Die regelmäßigen Fachseminare für Peers gewährleisten fachliche Anleitung mit dem Ziel der Garantie eines reflektierten Umgangs mit der Klientel im Sinne von Empowerment. 

Die Teilnahme der Klientel an den Fortbildungen ist möglich und erwünscht!

Die regelmäßigen Kontakte von Karin Roth zum Mikro- und Mezosystem der Klientel gewährleisten  die Verhinderung von Zersplitterung der Hilfen und die Kooperation aller im System involvierten Personen am gemeinsamen Ziel Stärkung der Klientel und Unterstützung von Enthospitalisierungsprozessen.

Die Dokumentation bei Peer Support umfaßt das Erstellen von kurzen Ergebnisprotokollen nach jedem Einsatz, die gemeinsam von Kunden und Kundinnen und Leistungserbringenden erstellt werden.

Ergebnisqualität und Beschwerdemanagement

Die Qualität der niedrigschwelligen Betreuungsleistungen, d.h. die konkrete Unterstützungspraxis der Peers, bezogen auf das Ergebnis der Zusammenarbeit (Zielerreichung) wird einmal im Jahr in einem Teamgespräch, das nur dieses Thema behandelt, reflektiert, bewertet und hinterfragt. 

Die Ergebnisse werden an das gesamte Hilfesystem der Klientel weitergegeben und fließen in die Gesamtplanung des Enthospitalisierungsprozesses und in die Hilfeplanung mit ein. In den regelmäßig stattfindenden Konsultationen wird zudem immer auch der Erfolg  der Unterstützung und die Zufriedenheit der Klientel thematisiert. Beschwerden können jederzeit an die Supervisorin der Leitung gerichtet werden, sowohl die Kunden und Kundinnen als auch die Leistungserbringenden haben die Möglichkeit, dort ein Konsultationsgespräch einzufordern. Kunden und Kundinnen, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte Schwierigkeiten haben, Mißstände zu thematisieren, können von der Leitung und den Leistungserbringenden besonders viel Sensibilität erwarten und Hilfen, um die Thematisierung von Kritik zu lernen.


9. Regionale Verteilung im Wirkungsbereich: 

NRW

10. Kooperation

Peer Support kooperiert nur im Sinne von Empowerment. 

Wenn dies gewährleistet ist, dann mit folgenden Institutionen, Behörden und Fachleuten: Angehörigen, Bezugspersonen bei den involvierten stationären/teilstationären und ambulanten Einrichtungen, Bezugspersonen bei den Werkstätten für behinderte Menschen, gesetzliche BetreuerInnen, Gerichten, Rehabilitationseinrichtungen, Selbsthilfegruppen, Beratungseinrichtungen für Frauen, Kriseneinrichtungen, Fachberatungsstellen und -TherapeutInnen, AllgemeinmedizinerInnen und PsychiaterInnen. 

11. Finanzierung

Die Anerkennung von Peer Support als Niedrigschwelliges Betreuungsangebot entsprechend der Maßgaben nach § 45 SGB XI in Verbindung mit der geltenden Verordnung über niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote (HBPfVO) wurde dem Yael Elya Institut/Karin Roth unbefristet gewährt.

12. Kosten 

  • Lohnkosten für die Peers: 
  • max. 25 € Brutto pro Stunde, teilweise 23 € Brutto.
  • Karin Roth/Leitung: Wöchentliche Konsultation sowie monatlicher Kontakt zum erweiterten Hilfesystem und Koordination von Peer Support. 
  • Steuerberaterkosten (einschließlich Lohnkostenabrechnung und Kommunikation mit der Minijobzentrale und Rentenversicherung)
  • Kosten für Gewerbehaftpflicht und Gewerbeunfallversicherung.
  • Karin Roth/Leitung: Honorar für zweistündiges Fachseminar einmal im Quartal. 
  • Sachkosten für Miete und Weiterbildung (konkret: Anschaffung von Filmmaterial, Fachbüchern und Artikeln sowie Kopien von Skripten) fallen nicht an. 
  • Die Räume und Materialien werden vom Institut kostenfrei gestellt.


14. Darstellung und Adresse des Trägers

Träger von Peer Support ist das Yael Elya Institut. Es vertritt das Projekt nach außen, stellt die HelferInnen zur Verfügung und ist für alle Entscheidungen verantwortlich, die Peer Support betreffen. Das Yael Elya Institut wurde 2005 von der Diplom Rehabilitationswissenschaftlerin und Systemischen Therapeutin/SG Karin Roth gegründet. 

Karin Roth ist  Mitglied folgender einschlägiger Fachorganisationen:

  • ForseA - bundesweites, verbandsübergreifendes Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen e.V., 
  • MindFreedom International, 
  • Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Systemische Pädagogik e.V., 
  • Mitglied des Aktionskreises “Der behinderte Mensch in Dortmund” (Politisches Aktionsforum zur Durchsetzung des Selbstbestimmt-Leben-Prinzips, engagiert für Empowerment, Gleichstellung und Antidiskriminierung), 
  • Mitglied der Systemischen Gesellschaft – Deutscher Verband für Systemische  Forschung, Supervision, Therapie und Beratung e.V., 
  • Gründungsmitglied von Maison d‘Espérance e.V. (Südfrankreich), 
  • Fördermitglied des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener e.V., 
  • Mitglied im Fachausschuss Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für soziale Psychiatrie e.V.; 
  • Mitglied im Verein Gesprächsforschung; 
  • Mitglied von Mad in America; 

Ein wichtiger Fokus des Instituts liegt auf der Entwicklung und Etablierung von Hilfen, zur Enthospitalisierung und Entchronifizierung psychiatriebetroffener Menschen. 

Seit 2005 bietet das Institut Fachschulungen zu folgenden Themen an:

  • Selbstbestimmt Leben mit Unterstützung im Sinne des Empowerment und Persönlicher Assistenz, finanziert über das Persönliche Budget - Wie geht das? (Schulungen für BudgetnehmerInnen und BudgetgeberInnen und solche, die es werden möchten)
  • Verrücktheit macht Sinn - Rehistorisierung von Krisen, ver-rücktem Verhalten und außergewöhlichen Wahrnehmungen
  • Wie wirken Psychopharmaka?
  • Rechtliche Grundlagen, Theorie und Praxis von Vorausverfügungen und Psychiatrischen Testamenten
  • Was tun, wenn ich verrückt werde? - Frühwarnzeichen psychosozialer Krisen erkennen und rechtzeitig Hilfe organisieren
  • Wege zum Ausstieg aus der Drehtürpsychiatrie - Alternativen zur Psychiatrie, die auf Erfahrungen von Betroffenen basieren
  • Seminare zum Themenkreis "Psychiatrieerfahrene Eltern" & "Söhne und Töchter psychiatrieerfahrener Eltern" / Empowerment durch unterstützte Elternschaft
  • Was tun bei (sexualisierten) Gewalterfahrungen? Zur Transformation traumatischer Erfahrungen
  • Einführung in sozialkonstruktionistische Theorie und Praxis
  • Einführung in Geschichte, Theorie und Praxis der Selbstbestimmt Leben Bewegung
  • Wege der Konfliktlösung und Gewaltprävention
  • Zur Narrativen Konstruktion des Selbst
  • Seminare mit dem Ziel der Selbstreflexion

  • Gesprächsführung und Beratung in sozialen und sozialpsychiatrischen Arbeitsfeldern


Adressen des Trägers: siehe Kontakt

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